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Annotationen

Wenn sich Metriken der KI-Sichtbarkeit verändern, lautet die erste Frage immer warum. Annotationen beantworten diese Frage, indem sie bestimmte Daten in Ihren Zeitreihen-Charts mit Kontext versehen — eine Content-Veröffentlichung, ein Kampagnenstart, eine Website-Migration, das Erreichen eines Ziels. Ohne sie starren Sie auf Linien in einem Chart, denen jede Erzählung fehlt.

Warum Annotationen zählen

Metriken der KI-Sichtbarkeit werden von Dutzenden Faktoren beeinflusst: Content-Änderungen, Wettbewerberaktivität, Updates der KI-Plattformen, saisonale Trends. Wenn sich eine Metrik verbessert, müssen Sie wissen, ob das Ihre Arbeit war oder Zufall.

Annotationen erzeugen eine visuelle Zeitleiste Ihrer Maßnahmen, überlagert auf Ihre Daten. Wenn ein Zitations-Peak mit einer Annotation „Umfassenden CRM-Vergleichsleitfaden veröffentlicht" zusammenfällt, haben Sie die Grundlage für eine Kausalgeschichte — nicht bloß eine Korrelation.

Für SEO- und AEO-Fachleute

Ihre Arbeit folgt einem Muster: recherchieren, optimieren, veröffentlichen, warten, messen. Beim Warten geht die Verbindung verloren. Wenn sich Metriken verschieben (oft 1–3 Wochen nach einer Content-Änderung), sind Sie längst bei anderen Aufgaben und erinnern sich womöglich nicht mehr genau, was wann geändert wurde.

Annotationen lösen das, indem sie eine dauerhafte Aufzeichnung schaffen:

  • Content-Veröffentlichungen: Markieren Sie das Datum, an dem Sie eine wichtige Seite veröffentlicht oder aktualisiert haben. Wenn Sie zwei Wochen später die Trend-Charts prüfen und die Markenkonsistenz steigt, sagt Ihnen die Annotation genau, was das ausgelöst hat.
  • Technische Änderungen: Aktualisierungen strukturierter Daten, Änderungen an der robots.txt, ergänztes Schema-Markup — all das beeinflusst, wie KI-Plattformen Ihre Website auswerten, ist im Content aber unsichtbar. Annotieren Sie es, um die nachgelagerte Wirkung zu verfolgen.
  • Wettbewerberbewegungen: Ist Ihnen aufgefallen, dass ein Wettbewerber einen großen Content-Hub gestartet hat? Annotieren Sie es. Sinkt Ihr Share of Voice, wissen Sie, dass nicht Ihr Content schlechter wurde — sondern sich der Wettbewerb verschoben hat.
  • Algorithmus- oder Plattformänderungen: Wenn KI-Plattformen ihre Modelle oder ihr Zitationsverhalten ändern, markieren Sie das. So trennen Sie „die Welt hat sich verändert" von „unsere Arbeit hat gewirkt".

Für PR- und Kommunikationsteams

PR-Kampagnen haben definierte Zeitpläne und Meilensteine. Mit Annotationen bilden Sie diese Meilensteine auf den Sichtbarkeitsdaten ab:

  • Outreach-Phasen: Markieren Sie, wann Sie mit dem Pitchen begonnen haben, wann die erste Platzierung erschien und wann die Kampagne endete. Das erzeugt einen klaren Spannungsbogen in den Charts.
  • Wichtige Platzierungen: Wenn ein Zielmedium Ihre Geschichte bringt, annotieren Sie es. Prüfen Sie anschließend Citation Intelligence, um zu sehen, ob und wann KI-Plattformen dieses Medium bei relevanten Anfragen zu zitieren beginnen.
  • Events und Launches: Produktankündigungen, Konferenzauftritte, Presseveranstaltungen — all das schafft Sichtbarkeitsmomente, die es zu verfolgen lohnt. Markieren Sie das Datum, um den Zuwachs zu messen.
  • Kunden-Meilensteine: Wenn Sie Kunden über die Kampagnenwirkung berichten, erzählen Annotationen in den Charts eine visuelle Geschichte, die nackte Zahlen nicht leisten. „Hier lief der Beitrag bei Forbes, und hier tauchten KI-Zitationen von Forbes auf" ist weit überzeugender als eine Metriktabelle.

Wie Annotationen in Charts erscheinen

Annotationen erscheinen als Rauten-Marker am unteren Rand der Zeitreihen-Charts im gesamten Dashboard — in den Drill-downs zu Sichtbarkeit, Wettbewerbern, Konsistenz und Standorten sowie im Citation-Intelligence-Dashboard. Jede Raute sitzt auf dem Datum der Annotation. Ein Chart trägt nur Marker für Tage, die es tatsächlich abbildet; eine Annotation außerhalb des gewählten Zeitraums wird also nicht gezeichnet. Erweitern Sie den Zeitraum, um sie zurückzuholen.

Beim Überfahren einer Raute erscheinen:

  • Das Datum der Annotation
  • Der Titel, den Sie vergeben haben

Das funktioniert über alle Chart-Typen hinweg: Markenkonsistenz, Share of Voice, Zitationen im Zeitverlauf, AI Readiness Score und Grounding-Search-Gap-Trends.

Annotationen anlegen

Manuelle Annotationen

Navigieren Sie in der Seitenleiste der Property unter „Konfiguration" zu Annotationen. Klicken Sie auf Annotation hinzufügen und geben Sie an:

FeldErforderlichBeschreibung
DatumJaDas Datum des Ereignisses. Standard ist heute.
TitelJaEin kurzes Label (bis zu 200 Zeichen). Das erscheint beim Überfahren in den Charts.
BeschreibungNeinZusätzlicher Kontext für Ihr Team. Wird nicht in Charts angezeigt, ist aber in der Annotationsliste verfügbar.

Gute Annotationstitel sind kurz und spezifisch:

  • „Vergleichsleitfaden KI-Tools veröffentlicht"
  • „TechCrunch-Berichterstattung ist live gegangen"
  • „Schema-Markup auf Produktseiten ergänzt"
  • „Wettbewerber X hat Content-Hub gestartet"
  • „Gemini-Modell-Update"

Automatisch erzeugte Annotationen

Manche Annotationen legt Spyglasses automatisch an:

  • Erreichte Projektziele: Wird ein Ziel eines Projekts erreicht (eine verfolgte Seite wird zitiert oder ein verfolgter Publisher taucht in einer KI-Antwort auf), wird zu diesem Datum automatisch eine Annotation erstellt. Sie erscheinen in der Annotationsliste mit dem Badge „Auto".

Automatisch erzeugte Annotationen sind mit ihrem Projekt verknüpft und enthalten Angaben dazu, welches Ziel erreicht wurde.

Annotationen verwalten

Das Annotationen-Dashboard zeigt alle Annotationen der Property in einer Tabelle:

SpalteBeschreibung
DatumWann das Ereignis eingetreten ist
TitelDas Label der Annotation
BeschreibungZusätzlicher Kontext (sofern angegeben)
Quelle„Manuell" für Ihre Einträge, „Auto" für systemgenerierte

Sie können jede Annotation bearbeiten, um Datum, Titel oder Beschreibung zu aktualisieren. Ebenso können Sie Annotationen löschen, die Sie nicht mehr brauchen. Löschungen sind endgültig.

Best Practices

Annotieren, bevor Sie es vergessen

Der schwierigste Teil am Annotieren ist, daran zu denken. Legen Sie die Annotation am selben Tag an, an dem Sie Inhalte veröffentlichen oder eine technische Änderung abschließen. Eine Woche zu warten heißt: Sie vergessen es oder setzen das falsche Datum.

Titel spezifisch halten

„Content-Update" hilft Ihnen drei Monate später nicht. „/blog/crm-vergleich mit KI-orientierter Struktur neu geschrieben" sagt Ihnen genau, was passiert ist. Der Titel ist das, was im Chart erscheint — machen Sie ihn informativ genug, um Ihr Gedächtnis aufzufrischen.

Sowohl eigene Maßnahmen als auch externe Ereignisse annotieren

Ihre Annotationen sollten nicht nur die eigene Arbeit abbilden. Bedeutende externe Ereignisse, die die KI-Sichtbarkeit beeinflussen, sind ebenso verfolgenswert:

  • Der große Content-Launch eines Wettbewerbers
  • Ein bekanntes Modell-Update einer KI-Plattform
  • Eine Google-Algorithmusänderung, die Grounding-Suchen betrifft
  • Saisonale Verschiebungen in Ihrer Branche

Das gibt Ihnen ein vollständiges Bild bei der Interpretation von Metrikveränderungen.

Annotationen für das Reporting nutzen

Wenn Sie monatliche oder quartalsweise Sichtbarkeitsberichte vorbereiten, öffnen Sie den Sichtbarkeits-Drill-down mit dem Zeitraum des Berichts. Die Annotationsmarker erzeugen ein visuelles Narrativ: „Das haben wir getan, und so haben die Metriken reagiert." Das ist weit wirksamer als eine Tabelle aus Daten und Zahlen.

Mit Projekten abstimmen

Wenn Sie Projekte nutzen, entstehen viele Annotationen automatisch beim Erreichen von Zielen. Ergänzen Sie diese um manuelle Annotationen für Maßnahmen, die das System nicht erkennen kann — Content-Veröffentlichungen, Outreach-Meilensteine, technische Änderungen. Gemeinsam ergeben automatische und manuelle Annotationen eine vollständige Projekt-Zeitleiste.

Nicht über-annotieren

Jede kleine Änderung oder Nebensächlichkeit zu markieren, erzeugt Rauschen. Konzentrieren Sie sich auf Änderungen, die die KI-Sichtbarkeit plausibel beeinflussen können: substanzielle Content-Veröffentlichungen, Änderungen an der technischen Infrastruktur, große Wettbewerberzüge und wesentliche Kampagnen-Meilensteine. Was Sie in einem Bericht nicht erwähnen würden, braucht wahrscheinlich auch keine Annotation.

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